Wie dir ein Rückfall in eine alte Gewohnheit schneller zu einer neuen Gewohnheit verhilft

Rückfall als Glücksfall beim Ändern einer Gewohnhet

 

Was sind die zwei häufigsten Hindernisse beim Ändern von Gewohnheiten?

  • Nicht anfangen, weil es zu schwierig erscheint
  • Schon beim ersten Rückfall aufgeben.

Kommt dir das bekannt vor? Wahrscheinlich schon, oder?

Fast allen von uns geht es so, einschließlich mir. Das ist also völlig normal. Und es ist schon gar kein Beweis, dass du es nicht schaffen kannst.

Was du bei einem Rückfall auf keinen Fall machen solltest

Wenn du nicht anfangen kannst oder dir ein Rückfall passiert, dann vermeide auf jeden Fall

  • Dir selbst die Schuld zu geben
  • Dir Vorwürfe zu machen

Das macht es nicht besser. Aber was noch viel schlimmer ist: Es macht dir schlechte Gefühle und die kannst du in so einem Moment überhaupt nicht brauchen.

Was du stattdessen tun kannst

Betrachte Rückfälle und Anfangs-Hemmungen als Trainingsaufgaben. Sie zu überwinden kostet Kraft. Aber sie machen dich auch stärker. Sie geben dir Gelegenheit, mehr Erfahrungen zu sammeln. Sie trainieren dich.

Wenn du dich schlecht fühlst, dann versuche Folgendes:

Schiebe einfach die Schuld und damit die schlechten Gefühle auf die alte Gewohnheit, die du ändern willst. Stelle dir vor, dass sich deine schlechten Gefühle von dir auf auf die alte Gewohnheit verlagern. Nicht du oder der Rückfall sind schuld an deinen schlechten Gefühlen, sondern die alte Gewohnheit.

Das hat eine verblüffende Wirkung.

Dein Hirn versucht, schlechte Gefühle zu vermeiden. Wenn nun in deiner Vorstellung der Grund für die schlechten Gefühle die alte Gewohnheit ist, dann wird dein Hirn mit der Zeit diese alte Gewohnheit vermeiden.

Denke auf jeden Fall auch darüber nach, was du noch tun könntest, um dir den Übergang zur neuen Gewohnheit zu erleichtern.

in paar Beispiele:

  • Überlege, wie genau es zu dem Rückfall kam oder was dich abgehalten hat.
  • Was lernst du daraus?
  • Mache einen (besseren) Plan zum Ändern der Gewohnheit.
  • Welche Gelegenheiten für die alte Gewohnheit kannst du vermeiden oder verhindern?
  • Welche Gelegenheiten für die neue Gewohnheit kannst du schaffen?

Was du tun kannst, wenn es dir schwer fällt, anzufangen oder wenn du einen Rückfall erlebt hast.

Die Lösung ist einfach: Fange sofort  an und bleib dran. Tue es einfach, scheitere und werde besser.

Gib dir die Erlaubnis zum Scheitern. Rückfälle werden passieren, so oder so. Aber versprich dir, dass du daraus lernen und weitermachen wirst, so lange, bis es funktioniert.

Es hat keinen Sinn, zu warten, bis du das perfekte System oder die perfekte Methode gefunden hast. Wirklich wichtig ist: Tue es einfach.

Wenn du einen Rückfall hast, ist das kein Malheur. Im Gegenteil: Es ist gut, wenn du schnell scheiterst. Nimm dir aber gleichzeitig vor, dich mit den Gründen dafür zu beschäftigen und dich zu verbessern.

Nur durch das Tun und durch die Rückfälle kannst du herausfinden, was wirklich notwendig ist, um die Gewohnheit zu ändern.

Ein Rückfall heißt nicht, dass du komplett versagt hast. Versagt hast du nur, wenn du nicht anfängst und nicht dran bleibst. Das Scheitern gibt dir die Möglichkeit, dich zu verbessern.

Vielleicht denkst du jetzt: “Gut, verstanden. Aber wie genau gehe ich vor?”

Anleitung: Mit der Rückfall-Methode eine Gewohnheit schneller ändern

Hier ist eine Schritt für Schritt Anleitung, nach der du dich richten kannst. Ich garantiere dir, dass du damit große Erfolge beim Ändern deiner Gewohnheit haben wirst.

 

  • Nimm dir vor, eine Gewohnheit zu ändern. Zum Üben sollte das eine möglichst einfache sein. Wenn du etwas Schwierigeres angehen willst, dann solltest du vorher die Gewohnheit analysieren.
  • Fange sofort an. Überlege dir kurz, wie du es angehen könntest und mache es vorerst einmal nur drei Tage lang. Nicht 30, nur 3, denn dies ist nur der erste Probedurchlauf.
  • Nimm dir nach den drei Tagen ein paar Minuten Zeit und reflektiere, was passiert ist. Wie ist es gelaufen? Hast du es durchgehalten? Was hat funktioniert? Welche Hindernisse sind aufgetreten?
  • Passe deinen Plan an. Überlege, was du sinnvollerweise daran ändern kannst. Wenn dir nichts einfällt, dann bemühe doch einfach die Internet-Suchmaschine deines Vertrauens. Andere Menschen hatten vielleicht schon das gleiche Problem und haben etwas darüber geschrieben.
  • Mache einen zweiten Probedurchlauf. Danach reflektiere wieder und passe den Plan an. Betrachte jeden Probedurchlauf als Experiment. Du testest, ob dein Plan funktioniert, analysierst den Test und passt deinen Plan an.
  • Um dich zu motivieren, kannst du dir selber Punkte geben: Für jedes Tun gibt es einen Pluspunkt, für’s Nichttun einen Minuspunkt. Auch für jede Reflexion und jede Anpassung gibt’s Punkte.
  • Mache mindestens zehn solcher Drei-Tages-Testläufe.

Drei-Tages-Zyklen sind meiner Erfahrung nach der beste Zeitraum für diese Methode.

Du könntest natürlich auch jeden Tag oder jeden zweiten Tag reflektieren und verbessern. Der Vorteil von drei Tagen ist, dass dieser Zeitraum genug Zeit für Erfahrungen gibt und trotzdem nicht allzu lange ist.

 

Jetzt bist du dran!

Probiere diese Methode einfach mal aus. Dank dran: Einfach tun.