Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun, von Charles Duhigg – Zusammenfassung Teil 1

Die Macht der Gewohnheit Zusammenfassung, Charles Duhigg, Teil 1

Gewohnheiten sind ein fixer Bestandteil unseres Lebens. Nicht nur Menschen haben Gewohnheiten, sondern auch Organisationen und Unternehmen. Dort bestimmen “kollektive” Gewohnheiten viele Abläufe. Gewohnheiten zu verändern ist nicht einfach. Wesentlich dabei sind “Schlüsselgewohnheiten”. Das sind Gewohnheiten, die gleich mehrere Verhaltenänderungen auf einmal bewirken – und das Ausmaß an Willenskraft, das man dafür aufwendet.

Gewohnheiten sind beständig und ersparen uns Anstrengung

Unser Gehirn versucht andauernd Energie zu sparen. Das gelingt ihm, indem es vormals individuelle Handlungen in Gewohnheiten umwandelt. Voraussetzung dafür ist, dass

  • die Handlung regelmäßig passiert
  • irgendeine Art Gewinn dabei herausspringt

Das hat den großen Vorteil, dass aus vorher komplizierten Tätigkeiten, die zunächst viel Konzentration erfordern, letztendlich mühelose Gewohnheiten werden. Ein gutes Beispiel ist das Autofahren. In der Fahrschule tut man sich damit noch schwer. Alles ist kompliziert und man muss sich andauernd anstrengen. Nach ein paar Jahren Fahrpraxis fährt man in Standardsituationen quasi vollautomatisch.

Studien legen nahe, dass mindestens 40 % der von uns täglich ausgeführten Handlungen gewohnheitsmäßig ablaufen und nicht auf bewussten Entscheidungen beruhen.

Die Gewohnheitsschleife

Charles Duhigg definiert in seinem Buch “Die Macht der Gewohnheit” zunächst, wie Gewohnheiten grundsätzlich funktionieren. Es ist wichtig, diesen grundsätzlichen Ablauf von Gewohnheiten zu verstehen.

Gewohnheiten sind nach Duhiggs Ansicht als Schleife angelegt. Diese besteht aus folgenden drei Phasen:

Gewohnheiten verlaufen in Schleifen: Auslöser - Gewohnheit - Belohnung

Zuerst nimmt man den Auslöser wahr. Das passiert in vielen Fällen unbewusst. Das heißt, die Auslöser sind nicht immer offensichtlich.

Es gibt einige “typische” Auslöser:

  • ein bestimmter Ort
  • eine bestimmte Uhrzeit
  • eine bestimmte Situation
  • ein bestimmtes Ereignis
  • etc.

Durch den Auslöser wird das Gehirn wird veranlasst, nach einer für diese Situation angemessenen Gewohnheit zu suchen.

Hat das Gehirn die naheliegendste Gewohnheit gefunden, leitet es deren Ausführung ein. Auch das geschieht vielfach unbewusst. Das Gehirn befinden sich sozusagen im Autopilot-Modus.

Dennoch ist die Gewohnheit das, was wir (meist währenddessen oder nachher) wahrnehmen.

Beispiele:

  • Rauchen
  • Facebook checken
  • Alkohol trinken
  • Süßes essen
  • sich am Kopf kratzen
  • Nägel beißen
  • etc.

Übrigens sind Gewohnheiten nicht nur Tätigkeiten. Auch Gedanken und Gefühle können zur Gewohnheit werden.

Auf die Gewohnheit folgt eine Belohnung. Diese besteht in der Regel in einem mehr oder weniger gutem Gefühl. Meistens ist es ein Erfolgserlebnis, das eine leichte Euphorie auslöst. Oft ist es aber auch ein Gefühl der Erleichterung.

Genau hier liegt der Schlüssel für die Veränderung von Gewohnheiten. Das Hirn verbindet nämlich die Belohnung mit dem Auslöser und der darauf folgenden Gewohnheit. Es lernt: Wenn dieser Auslöser kommt, dann muss ich genau das machen, damit ich zu meiner Belohnung komme.

 

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Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun was wir tun