Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun, von Charles Duhigg – Zusammenfassung Teil 6

Die Macht der Gewohnheit Zusammenfassung, Charles Duhigg, Teil 6

Was Protestbewegungen, soziale Beziehungen und Gruppendruck mit Gewohnheiten zu tun haben

1955 wurde Rosa Parks zu einer Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Die Afroamerikanerin weigerte sich in Montgomery, Georgia, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Mann zu räumen, was damals üblich gewesen wäre. Sie wurde verhaftet und angeklagt. Dieses Ereignis löste die bislang größten Bürgerrechtsproteste in den USA aus.

Dabei war Rosa Parks Aufbegehren keinesfalls einzigartig oder erstmalig. Schon viele andere waren aus gleichen Gründen verhaftet worden. Wie lässt sich dieser “Erfolg” also erklären

Das hatte mehrere Gründe.

  • Rosa Parks war in ihrer Gemeinde besonders beliebt.
  • Ihr Bekanntenkreis war groß und das Spektrum ihrer Freunde ungewöhnlich breit.
  • Sie war Mitglied vieler Clubs und Vereine.
  • Sie hatte enge Beziehungen zu allen möglichen Menschen, von Arbeitern bis zu Professoren.

Diese starken Beziehungen brachten sie aus dem Gefängnis und führten dazu, dass sich die Nachricht über ihre Festnahme rasch und weit verbreiteten. Die Folge war ein lang andauernder Protest in Form eines Busboykotts, der die regionalen Busunternehmen in arge finanzielle Bedrängnis brachte.

Ihre Freunde allein hätten aber den Boykott nicht lange aufrechterhalten können. Es war der Gruppendruck, der da mithalf. Jeder Mensch hat nicht nur starke, enge Beziehungen, sondern auch schwache. Damit sind Bekannte gemeint, die keine engeren Freunde sind. Sie üben den Gruppendruck aus. Wenn sie eine Bewegung unterstützen, lässt sich das nur schwer ignorieren.

Als die Unterstützung des Boykotts durch die schwarze Gemeinde zu schwinden begann, hielt Martn Luther King seine berühmte Rede “I have a dream”. In dieser forderte er die Teilnehmer der Bewegung zur einer Abkehr von Gewalt auf. Er rief die Teilnehmer dazu auf, ihren Unterdrückern zu verzeihen.

Diese Botschaft veranlasste viele Menschen, neue Gewohnheiten anzunehmen. Sie organisierten sich in Kirchenzusammenkünften und protesierten auf friedliche Art und Weise. So wurde die Bewegung zu einer sich selbst antreibenden Kraft.

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Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun was wir tun