Schneller ins Tun kommen – mit der 72-Stunden-Regel

Mit der 72-Stunden-Regel schneller ins Tun kommen

Die 72-Stunden-Regel ist eine Erfolgsgewohnheit. Wenn du sie dir aneignest, wirst du merken, dass du bald viel mehr Dinge erfolgreich umsetzt, als vorher.

Die Regel lautet: Wenn du eine neue Idee oder einen neuen Vorsatz hast, musst du innerhalb der ersten 72 Stunden die ersten Schritte dazu tun. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Umsetzung auf unter 1%.

So oder so ähnlich liest man es immer wieder in verschiedenen Ratgebern. Gerne wird dabei auf eine “amerikanische Studie” verwiesen, die das herausgefunden haben will. Wie diese heißt und wer sie gemacht hat bleibt im Dunkeln.Trotz intensiver Recherche konnte auch ich keine Studie dazu finden.

Wo die 72-Stunden-Regel herkommt und ob sie stimmt ist also unklar. Vermutlich hat sie irgendwann einmal jemand aus seinem Erfahrungswissen abgeleitet. Und weil sie so einfach, klar und einleuchtend klingt, haben sie viele einfach ungeprüft übernommen.

Aber Erfahrung muss nicht schlecht sein, auch wenn sie nicht wissenschaftlich bestätigt wurde.

Erfolgreiche Menschen haben etwas gemeinsam: Sie lassen wenig Zeit zwischen Entschluss und Erledigung vergehen.

Das sagte sinngemäß niemand geringerer als Peter Drucker, ein erfolgreicher Managementprofessor und Sachbuchautor.

Wann dir die 72-Stunden-Regel nützt

Kennst du die folgende Situation?

Beim Autofahren, unter der Dusche oder beim Gespräch mit jemandem hast du eine super Idee. Du hast eine klare Vorstellung davon, wie du sie umsetzen könntest und bist begeistert.

Aber leider kannst du dich gerade nicht weiter damit beschäftigen. Etwas später vergisst du darauf. Nach ein paar Tagen denkst du wieder daran, aber die Begeisterung ist verflogen. Die Idee bleibt ungenutzt.

Wenn die Idee ganz frisch ist, bist du voll motiviert. Du brennst dafür. Weitere Ideen zur Umsetzung sprudeln nur so aus dir heraus. Bei so viel Motivation ist Selbstdisziplin kaum notwendig.

Diese Zeit musst du so gut es geht nutzen. Beginne so schnell wie möglich, denn jetzt schaffst du es spielend, viel von deiner Idee umzusetzen.

Beginnen heißt nicht komplett erledigen

Mit neuen Ideen und Vorsätzen ist es so ähnlich wie mit einem Trampelpfad im Urwald. Du musst ihn erst einmal austreten und dann regelmäßig gehen. Sonst wächst er wieder zu.

Was kannst du also konkret tun, wenn du eine Idee hast, aber keine Zeit, sie sofort umzusetzen?

  • Mach dir irgendwo eine kurze Notiz – zur Not auch auf deiner Hand
  • So bald es geht nimm dir 5 bis 10 Minuten Zeit, um intensiv über die Idee nachzudenken.
  • Schreibe ein Bierdeckelkonzept: Fasse die Idee in Stichworten zusammen. Erstelle einen groben Aktionsplan und beschreibe die ersten zwei bis drei Schritte. Das Ganze soll nicht mehr sein, als auf einen Bierdeckel passt.
  • Schlafe eine Nacht darüber.
  • Wenn dir die Idee am nächsten Tag immer noch gut gefällt, dann führe den ersten Schritt durch. Eventuell auch gleich den Zweiten.

Was denkst du? Könntest du mit dieser Gewohnheit zur 72-Stunden-Regel mehr umsetzen?

 

2 Kommentare

  • Yasemin sagt:

    LOL! Wieso habe ich das Gefühl dieser Artikel endet einfach MITTENDRIN? 😀 Ist das etwa geplant? Ich hatte gehofft nun kommen voll coole Ideen, wie ich Ideen notiere, während ich autiofahre oder dusche? :X

    LG, Yasemin ;D