Dranbleiben – 12 ½ erprobte Strategien zum Durchhalten einer neuen Gewohnheit

Dranbleiben - Gewohnheit durchhalten

 

Am Dranbleiben scheitern die meisten Neujahrsvorsätze. Auch wenn es um neue Gewohnheiten geht, dann ist das Dranbleiben eine der wichtigsten Fähigkeiten zum Erfolg.

Als ich ein wenig darüber nachdachte, fiel mir was auf.

Ich habe schon oft über’s Dranbleiben geschrieben. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint: In letzter Konsequenz geht es in den meisten meiner Artikel um’s Dranbleiben beim Ändern einer Gewohnheit

Daher habe ich hier die wichtigsten Artikel zu diesem Thema zusammengefasst und das Ganze um ein paar meiner besten Tipps zum Thema Dranbleiben ergänzt.

Trainiere deine Selbstdisziplin

Wenn du an etwas dranbleiben willst, dann brauchst du möglichst viel Selbstdisziplin.

Du denkst, du hättest zu wenig davon? Dann geht es dir nicht anders, als den meisten Menschen.

Zum Glück kannst du dir Selbstdisziplin sehr leicht antrainieren. Wie genau es geht, erfährst du in diesem Artikel:

Disziplin lernen: So geht’s ganz einfach

Stärke deine Willenskraft

Wusstest du, dass du nicht immer gleich viel Willenskraft hast?

Willenskraft ist so ähnlich wie ein Akku. Wenn er voll ist, fällt es dir leicht, die nötige Willenskraft für etwas aufzubringen. Je mehr du ihn beanspruchst, desto schwächer wird er.

Sei dir bewusst, dass deine Willenskraft nicht unendlich ist. Wenn du merkst, dass dir das Dranbleiben schwer fällt, dann ist dein Willenskraft-Speicher fast leer.

Es gibt ein paar einfache Techniken, mit denen du deinen Willenskraft-Speicher wieder aufladen kannst. Du kannst sie hier nachlesen:

Willenskraft stärken

Suche dir motivierende Ziele

Machst du immer das, was DU willst?

Oder ist es nicht oft so, dass du – bewusst oder unbewusst – die Wünsche und Ziele anderer übernimmst? Kein Wunder, dass dich diese nicht immer motivieren.

Frage dich daher: Was ist das Ziel, das hinter dem steht, an dem du dranbleiben willst? Vor allem frage dich, wessen Ziel das eigentlich ist.

Die Ziele, dir dir wirklich wichtig sind, verleihen dir die nötige Motivation zum Dranbleiben. Die Ziele, die ausschließlich jemand anderem gehören, kannst du zurückgeben.

Hast du die für dich richtigen Ziele gefunden, dann helfen dir die dazu passenden Gewohnheiten, sie zu erreichen. Wie du die optimalen Gewohnheiten für deine Ziele findest, verrate ich in diesem Artikel.

Ziele mit Gewohnheiten leichter erreichen

Mache dir immer den Nutzen klar

Motivation ist eine super Hilfe beim dranbleiben – aber sie nützt sich ab.

Hier ist eine einfache und wirkungsvolle Methode, mit der du deine Motivation erhalten und an deinem Ziel dranbleiben kannst.

  • Schreibe dir eine Liste mit den Vorteilen, die du haben wirst, wenn du an deinem Vorhaben dranbleibst.
  • Sorge dafür, dass du diese Liste immer dabei hast. Du kannst sie auswendig lernen, einen Zettel in deine Brieftasche legen, eine Notiz in deinem Smartphone speichern oder was immer dir sonst einfällt.
  • Wenn dir mal das Dranbleiben schwer fällt, dann nimm dir die Liste her und gehe sie durch. Danach wird es dir deutlich leichter fallen.

 

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Bereite dich auf die neue Gewohnheit vor

Kennst du die häufigste Ursache, an der die meisten Menschen scheitern, wenn sie eine Gewohnheit ändern wollen?

Es ist nicht mangelnde Motivation, oder zu wenig Disziplin.

Es liegt schlicht und einfach daran, dass sie sich nicht richtig und genug darauf vorbereitet haben.

Um eine Gewohnheit erfolgreich zu ändern, musst du dir im Vorhinein überlegen

  • was du erreichen willst
  • wie du das angehen wirst
  • welche Probleme dabei auftauchen können und
  • wie du mit den Problemen umgehst.

Dazu ist es sinnvoll, die problematische Gewohnheit genau zu analysieren. Wie du das angehst, dazu findest du in diesen zwei Artikel wertvolle Hinweise.

Mit Achtsamkeit Gewohnheiten analysieren Gewohnheiten definieren

Fange klein an

Der zweithäufigste Grund, warum Vorsätze schnell wieder aufgegeben werden, ist: Überforderung

Du nimmst dir zu viel auf einmal vor. Schon bald merkst du, dass du nicht alles schaffen wirst und gibst auf.

Fange daher mit kleinen Dingen an. Auch wenn sie dir zu trivial und einfach erscheinen.

Sieh es so: Du kannst damit üben. Wenn du dein “einfaches” Ziel erreicht hast, hast du schon eine Menge Erfahrungen gesammelt, mit denen du schwierigere Ziele erreichen kannst.

Der Erfolg am Anfang wird dich beflügeln. Dermaßen motiviert kannst du nach und nach größere Veränderungen angehen.

Schalte unnötige Verführungen aus

Dieser Tipp ist so simpel, dass es mir fast peinlich ist. Gleichzeitig ist er äußerst wirkungsvoll.

Ich sehe immer wieder, wie Menschen die Steine, die ihnen im Weg liegen, nicht einfach auf die Seite räumen. Im Gegenteil, sie bauen sich noch zusätzliche Stolperfallen.

Überlege dir, was du tun kannst, um gar nicht in Versuchung zu kommen, ein unerwünschtes Verhalten auszuführen.

Ein Beispiel:

Wenn du weniger Süßigkeiten essen willst, dann kaufe keine mehr. Bitte Verwandte und Freunde, dir keine mehr zu schenken. Wenn das verführerische Zeug zu Hause herumliegt, fällt es schwer, es nicht zu essen. Darum sorge dafür, dass nichts davon da ist.

Noch ein Beispiel:

Als ich noch allein gewohnt habe, habe ich eine Zeit lang den Fernsehapparat in den Keller verbannt. Rückblickend betrachtet war das die produktivste Zeit meines Lebens.

Baue dir fixe Routinen und optimiere sie

Schon wieder so ein simple Weisheit. Und doch wird sie so oft nicht beachtet.

Überlege dir eine fixe Routine und schreibe eine Checkliste mit den einzelnen Aktivitäten. Diese Checkliste gehst du dann einfach regelmäßig durch.

Die ersten paar Male wird dir auffallen, dass du hier und da noch was verbessern könntest. Super! Mach es einfach.

Schon nach fünf bis sieben Mal beginnt eine Routine sich zu verfestigen. Ab da fällt sie dir immer leichter und es wird immer einfacher dranzubleiben.

Plane fixe Zeiten

Die beste Routine nutzt dir nichts, wenn du vergisst, die durchzuführen.

Plane daher einen fixten Zeitpunkt, an dem die Routine startet. Dieser muss nicht auf die Minute genau sein. Suche lieber nach etwas, das du sowieso immer zur selben Zeit tust und starte die Routine danach.

Ich habe beispielsweise eine Abendroutine. Sie besteht aus mehreren einfachen Tätigkeiten, die ich ohne viel Nachdenken abarbeite. Für mich ist das mittlerweile wie ein Ritual. Der Auslöser dafür ist das Ende des Abendessens.

Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, wenn du dir Erinnerungshilfen schaffst. Das kann eine Haftnotiz an einem bestimmten Ort sein oder ein Wecker oder ein regelmäßiger Handy-Alarm.

Führe eine Abstreichliste

Manchen Menschen hilft es an etwas dranzubleiben, wenn sie ein simples Protokoll führen.

Das kann ein Kalender oder eine einfache Liste mit ansteigenden Zahlen sein. Jedes Mal, wenn du das gewünschte Verhalten ausgeführt hast, darfst du einen Punkt der Liste abstreichen.

Aber warum motiviert viele das zum Dranbleiben?

Weil wir Angst vor der Lücke haben. Unser Hirn mag Regelmäßigkeiten. Unterbrechungen sieht es gar nicht gern. Es entsteht das unangenehme Gefühl, dass da etwas fehlt. Die Aussicht, ständig eine Lücke auf der Liste sehen zu müssen, bringt uns dazu, diese erst gar nicht entstehen zu lassen.

Strategie für den Ernstfall

Trotz aller Vorbereitungen, Trainings und Tricks wird es vorkommen, dass plötzlich das Verlangen, einer ungewollten Gewohnheit zu erliegen, übermächtig wird.

Auch darauf kannst du dich vorbereiten. Wie, das findest in diesem Artikel heraus

Verlangen überwinden

Nutze Rückfälle

Wenn alles nichts genutzt hat und du einen Rückfall hattest, ist das nur halb so schlimm.

Rückfälle sind Glücksfälle.

Ein Rückfall hält immer eine Lernerfahrung bereit. Wenn du sie nutzt, macht es dich stärker und bringt dich schneller an dein Ziel.

Hier findest du eine Anleitung, mit der du aus Rückfällen einen Booster in Richtung neuer Gewohnheit machst.

Mit Rückfall schneller zur neuen Gewohnheit

Verpflichte dich nur ausnahmsweise

Viele Ratgeber empfehlen, dass man sich öffentlich verpflichten sollte, wenn man eine neue Gewohnheit anstrebt. Ich habe das selbst ausprobiert und mit mehreren Menschen über ihre Erfahrungen damit gesprochen.

Das Ergebnis, zu dem ich gekommen bin, ist: Verpflichten wirkt, ist aber nicht immer sinnvoll.

Mehr darüber, wie ich zu diesem Fazit gekommen bin und was du stattdessen tun kannst findest du im Artikel:

Zur Gewohnheit verpflichten

 

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade #drankLEBENbleiben #sticktoit von

Jan Höpker – http://www.habitgym.de/
und
Yasemin Akdemir – http://www.lebensdurstig.de/

Blogparade Dranklebenbleiben

 

 

 


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4 Kommentare

  • Jan sagt:

    Hallo Ewald,

    Super cool, dass Du Dich auch an der Blogparade beteiligst. Was mir an Deinem Artikel besonders gefällt ist, dass Du nicht alles auf eine Karte setzt, sondern sehr viele verschiedene Maßnahmen und Optimierungen empfiehlst. Dass Du die Leser zur Vertiefung auf weiterführende Artikel verweist, gibt dem Ganzen sehr viel Tiefe. Hier keine hilfreichen Tipps zu bekommen ist so gut wie unmöglich.

    Die Idee mit der Auflistung der Vorteile, die sich aus dem Durchhalten ergeben, finde ich sehr cool. Das hatte ich so bisher noch nirgends gelesen. Wenn ich mal wieder etwas ändern möchte, werde ich das gleich mal ausprobieren.

    Viele Grüße,
    Jan

    • Hallo Jan,
      schön, dass dir mein Artikel gefällt.
      Mir hat es Spaß gemacht, die besten mir bekannten Strategien einmal zusammenzufassen.
      Ich bin sicher, ich kann aus den weiteren Beiträgen der Blogparade auch noch eine Menge lernen.
      Liebe Grüße
      Ewald

  • Yasemin sagt:

    Hallo, Ewald! Das sind mal viele Tricks und vor allem so detailreich.

    Am coolsten finde ich den Satz „Rückfälle sind Glücksfälle.“ den nehme ich auf jeden Fall mit. 😉

    LG, Yasemin aka weltenbewegerin.

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