5 Gewohnheiten, um Ablenkungen zu vermeiden

  • Ablenkungen kosten Zeit.
  • Bei bewussten Denkaufgaben braucht man mindestens 10 Minuten, um nach einer Unterbrechung wieder zur gleichen Produktivität zu kommen.
  • Multitasking ist ein Mythos, zumindest wenn es um bewusste Denkarbeit geht.
  • Herausfordernde geistige Tätigkeiten gelingen nur gut, wenn wir uns darauf konzentrieren.
  • Mit den richtigen Gewohnheiten kannst du Ablenkungen vermeiden und den Fokus auf wichtige Aufgaben richten.

Ablenkungen gehören zu den größten Produktivitätskillern. Sie halten dich davon ab, das zu tun, was du tun willst oder solltest. Sie verschwenden deine kostbare Zeit.

Die Welt um uns herum ist voller Ablenkungen. Und es werden immer mehr. Vor allem Handy und Internet verführen uns ständig. Dauernd poppt etwas auf, blinkt uns an oder macht Geräusche.

Ich stelle dir heute ein paar Techniken vor, mit denen du Ablenkungen weitgehend vermeiden kannst. Wähle eine aus, von der du glaubst, dass sie dir was bringt und mache sie dir zur Gewohnheit. Du wirst sehen, dass dich auch nur eine dieser Techniken ein ganzes Stück produktiver macht.

Ablenkungen kosten Willenskraft

Alle Ablenkungen, die unsere Umwelt für uns bereithält zu ignorieren, kostet viel Willenskraft. Morgens mag es dir ja noch gelingen, den Ablenkungen zu widerstehen. Aber schon bald ist dein Willenkraft-Speicher leer und die Ablenkungen haben freie Bahn.

Das ist fatal, denn nach jeder Ablenkung brauchst du eine gewisse Zeit, um wieder auf das gleiche Produktivitätsniveau zukommen, wie vor der Ablenkung. In der Regel sind das rund 10 Minuten.

Denke mal nach, was du in diesen 10 Minuten mit voller Produktivität alles weitergebracht hättest.

Multitasking ist kontraproduktiv

Wenn es um bewusste Denkarbeit geht, ist Multitasking eines der größten Übel. Unser Hirn kann zwar mehrere Dinge gleichzeitig tun. Aber nur, wenn es sich um automatische Prozesse handelt.

Ein Beispiel: Während ich diesen Text schreibe, kann gleichzeitig denken und tippen, weil tippen bei mir automatisch funktioniert. Darüber brauche ich nicht nachzudenken.

Autofahren ist auch so eine Tätigkeit, die bei den meisten von uns größtenteils automatisch abläuft. Wir können uns dabei unterhalten oder Musik hören.

Aber zu komplex dürfen die Nebentätigkeiten beim Autofahren nicht werden, denn dann sind wir abgelenkt und das kann fatal enden.

Die ungeschminkte Wahrheit ist: Multitasking ist in den meisten Fällen kontraproduktiv. Wenn du zwei Dinge gleichzeitig machst, machst du keine davon wirklich gut.

Hier sind daher einige Techniken, mit denen du Ablenkungen und Multitasking reduzieren kannst.

Benachrichtigungs-Detox

Schalte auf deinem Smartphone und deinem Computer alle Benachrichtigungen, Alarme, Popups usw. ab. Schau dir an, welche Benachrichtigungen du bekommst. Gehe dann in die Einstellungen der entsprechenden Apps und stelle konsequent alle Benachrichtungen ab.

Wie weit du dabei gehst, musst du selbst entscheiden. Ich kenne Menschen, die sogar den Anruf-Klingelton grundsätzlich auf lautlos gestellt haben. So weit gehe ich nicht. Allerdings habe ich alle anderen akkustischen Signale abgestellt. Auch alle visuellen Benachrichtigungen, die nicht wirklich wichtig für mich sind, habe ich abgestellt.

Nimm dir stattdessen zwei bis drei Mal am Tag gezielt Zeit, um alle für dich wichtigen Apps zu starten und gehe alles in einem Zug durch. Das spart immens viel Zeit.

Der Todo-Listen Trick

Ich gehe davon aus, dass du eine Todo-Liste verwendest. Wenn nicht, fang damit an.

Ich weiß, es gibt ein paar Unkenrufer, die das verteufeln. Aber die haben Unrecht. Wahrscheinlich haben sie nur keine für sich passende Methode gefunden, wie ihnen die Todo-Liste nützt.

Ein Trick, der Todo-Listen aufwertet, ist folgender: Mache es dir zur Gewohnheit, am Vorabend des nächsten Tages die drei wichtigsten Aufgaben für den nächsten Tag zu bestimmen und gib ihnen die höchste Priorität.

Am nächsten Tag sind das die Aufgaben, die du auf jeden Fall abarbeitest und zwar so schnell wie möglich.

Das wird dir auch relativ leicht fallen, denn dein Hirn beschäftigt sich automatisch damit, sobald du es auf hohe Priorität setzt. Es arbeitet sozusagen im Unterbewusstsein vor.

Internetseiten blockieren

Eine sehr beliebte Art von Ablenkung ist es, immer wieder bestimmte Internetseiten zu öffnen. Es verschafft einen kleinen Belohnungskick, der uns von einer schwierigen oder ungeliebten Aufgabe ablenkt.

Außer dass es Spaß macht, hilft es dir leider nicht viel weiter. Versuche daher Folgendes, um dir das abzugewöhnen:

Es gibt für praktisch jeden Browser Plugins, mit denen du Internetseiten für einen bestimmte Zeit blockieren kannst. Mit der Suchmaschine deines Vertrauens wirst du diesbezüglich sicher fündig.

Installiere dir so ein Plugin und blockiere damit die Seiten, die du immer ansurfst, wenn du dich ablenken willst. Vermutlich gehören Facebook, Twitter, Instagram oder diverse News-Seiten dazu.

Aber verfalle nicht auf die Idee, dir irgendeinen Ausweg einfallen zu lassen und doch auf diese Seiten zu gehen. Du sabotierst dich damit nur selbst.

Die Pommodoro-Technik

Diese Technik hat ihren Namen von einem Küchenwecker, der wie eine Tomate aussah. Sie funktioniert im Grunde folgendermaßen:

Stelle dir einen Wecker so, dass er in 25 Minuten läutet. In dieser Zeit fokussierst du dich voll ein eine Aufgabe. Wenn du dich ablenken lässt, musst du den Wecker wieder auf die 25 Minuten zurückstellen.

Nach den 25 Minuten machst du eine kleine Pause von 5-10 Minuten und startest noch eine Arbeitseinheit von 25 Minuten. Dann mache wieder eine Pause. Wenn du dann noch fit genug bist, mache eine dritte Arbeitseinheit. Spätestens danach solltest du eine größere Pause einlegen.

Du kannst dafür einen simplen Küchenwecker benutzen. Es gibt aber auch entsprechende Apps für’s Smartphone oder Browser-Plugins.

Ich selbst habe nach einiger Zeit bemerkt, dass ich keinen Wecker mehr brauche. Ich nehme mir eine Arbeitseinheit vor und arbeite ungefähr 15-25 Minuten daran. Dann mache ich eine kurze Pause, trinke was oder gehe kurz raus. Dann beginne ich mit der nächsten Arbeitseinheit.

Achtsamkeit mit Sozialen Medien

Vor allem Soziale Medien verführen uns gern. Speziell Facebook hat einen sehr gefinkelten Algorhytmus für die Timeline, der nur eine Aufgabe hat: Uns so interessante Dinge zu präsentieren, damit wir möglichst dran bleiben. Je mehr Zeit wir mit Facebook verbringen, desto mehr Werbung und bezahlte Posts kann Facebook uns zeigen.

Es ist also schon mal extrem gefährlich, irgendein soziales Medium aufzumachen. Manchmal muss man das aber tun, weil man etwas nachschauen möchte, einen bestimmten Post schreiben möchte oder ähnliches.

Wenn du dich in so einer Situation nicht ablenken lassen willst, versuche folgenden Trick:

Halte für ein paar Sekunden inne, bevor du in das Soziale Medium eintauchst. Mach dir dabei nochmal bewusst klar, was genau du darin tun willst. Erst wenn du das Gefühl hast, dass dir voll bewusst ist, was deine Aufgabe mit dem Sozialen Medium ist, darfst du es öffnen.

Tue dann, was du dir vorgenommen hast und schließe es wieder. Bleibe achtsam und ignoriere die vielen angebotenen Ablenkungen.

Welche der hier vorgestellten Techniken gefällt dir am Besten? Welche davon verwendest du bereits? Und welche planst du demnächst auszuprobieren?

  Schreibe mir deine Gedanken in einem Kommentar!  

Verpasse keinen Artikel!

Mein Newsletter informiert dich, wenn hier ein neuer Artikel erscheint.

 Exklusiv im Newsletter 
Nützliche Tipps, Links und Neuigkeiten für mehr Erfolg mit Gewohnheiten und Routinen.
100% Privatsphäre. Kein Spam.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*